EHEC

Enterohämorrhagische E. coli (EHEC) werden auch als Shigatoxin bildende E. coli (STEC) und verotoxinogene E. coli (VTEC) bezeichnet. STEC Infektionen des Menschen können zur Gastroenteritis führen, die sich bis zum lebensbedrohlichen, postinfektiösen hämolytisch-urämischen Syndrom weiterentwickeln kann.

Besonderheiten

  • Wichtigste EHEC Quelle sind Wiederkäuer, ca. 3% der Rinder sind EHEC-positiv
  • Bekanntester EHEC ist EHEC O157:H7
  • EHEC sind verhältnismäßig säureresistent und können unbeschädigt die Magenpassage überstehen
  • EHEC können gegebenenfalls viele Wochen in der Umwelt überleben
  • EHEC Nachweis und die Bestimmung der Virulenzfaktoren nur im Speziallabor möglich
  • Nicht alle STEC sind EHEC-Stämme, da nicht immer alle Virulenzfaktoren vorhanden sind

Vorkommen

Dickdarm von Wiederkäuern (vor allem Rinder), fäkale Kontamination von Wasser und Lebensmitteln
 

Betroffene Lebensmittel

Rindfleisch, Hackfleisch, nicht durchgegarte Hamburger, Rohmilch, Gemüse, Frischsalate
 

Gefährdete Personen

Neugeborene, Kleinkinder, Kinder, Ältere, Schwangere, Immungeschwächte
 

Krankheitssymptome

wässriger oder blutiger Durchfall, hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS), Nierenversagen
 

Minimal infektiöse Dosis

< 100 Keime

Inkubationszeit

1 – 6 Tage

Krankheitsdauer

Tage bis Wochen

Vermehrungstemperatur

8°C – 48°C

Minimaler pH-Wert

4,0 (säuretolerante Stämme 1,5)

Minimaler aw-Wert

0,95

Sauerstoffanspruch

fakultativ anaerob

 

Tipps

  • Küchenhygiene besonders wichtig
  • Fleisch, Rohmilch, Eier sollten nicht mit Lebensmitteln, die roh verzehrt werden (z.B. Salat), in Kontakt kommen
  • Durchgaren der Lebensmittel tötet die Erreger ab (Kerntemperatur > 70°C, mind. 10 min.)
  • Hackfleisch u. ä. sollte nicht in rohem Zustand von Personen der Risikogruppen verzehrt werden

Weiterführende Links:

EHEC Special

EHEC/HUS-Seiten des Robert Koch-Instituts

Was tun bei EHEC Verdacht?